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Pride SDGs: Inklusion der LGBTQIA+ Community

Vom 1. bis zum 30. Juni setzt sich die LGBTQIA+ (Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer, Intersex and Asexuel, dt. lesbisch, schwul, bisexuell, trans, queer, intersexuell und asexuell) Community zum Anlass des jährlichen Pride Month auch dieses Jahr verstärkt für ihre Rechte ein. Während die breite Öffentlichkeit ihre Unterstützung über den meist auf den Pride Month beschränkten Einsatz der Regenbogenfarben zeigt, ist die (intersektionelle) Diskriminierung der LGBTQIA+ Community jedoch das ganze Jahr über präsent.

*INFO: Da sich die angeführten Quellen in diesem Artikel in ihren Analysen jeweils entweder auf LGBT oder LGBTI Personen beziehen, wird in diesem Artikel an einigen Stellen, die sich auf diese Quellen beziehen, nur von LGBT oder LGBTI Personen gesprochen, während an anderen Stellen jedoch die ganze LGBTQIA+ Community gemeint ist. Einen ausführlichen Überblick über die Abkürzungen findest Du hier.

Wie sieht es mit dem Einsatz der SDGs aus?

Stonewall International blickt in einem Policy Brief (2016) näher auf die SDGs und die Inklusion von LGBT Personen. Sie stellen fest: der Leitsatz „leave no one behind“ trägt zwar das Potenzial der Inklusion in sich, garantiert jedoch längst nicht ihre vollständige Umsetzung. Herausforderungen für die LGBTQIA+ Community sind nach wie vor größer als ihre Chancen. Woran liegt das?

Leave no one behind – doch wer ist no one?

Der Leitsatz "leave no one behind" basiert auf einer menschenrechtlichen Philosophie. Wenn man sich die Formulierung der SDGs ansieht, wird immer von "alle Menschen“ gesprochen. Zum Beispiel im SDG 10.02: "Bis 2030 alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Rasse, Ethnizität, Herkunft, Religion oder wirtschaftlichem oder sonstigem Status zu Selbstbestimmung befähigen […]". Doch gerade der Versuch, alle Menschen zu erfassen, kann die Gefahr bergen, das zu provozieren, was er eigentlich verhindern will, nämlich Diskriminierung.

Klingt erst mal paradox, aber: Obwohl die SDGs alle Menschen meinen, beschränkt sich „alle“ auf ein binäres Begriffssystem (Mann und Frau). Die sexuelle Orientierung findet keine Beachtung. LGBTQIA+ Personen werden nicht explizit genannt. Personen, die sich also nicht in diesem dualen System wiederfinden, werden somit in dem Konzept „alle“ nicht mitbegriffen. Das ist allgemein ein Problem.

Hinzu kommt, dass die Definition der LGBTQIA+ Community generell oft als „komplex“ bezeichnet wird. So entsteht das Bild eines „schwierigen Nebenphänomens“, welches in eine bestehende Ordnung integriert werden muss. Gelingt die Integration nicht, ist die Ursache dann oft in der Komplexität der Community zu finden, statt in dem Begriffssystem selbst.  

Wie kann die Inklusion gelingen?

Grundwerte, die in den SDGs verankert sind, können nicht unabhängig von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gedacht werden. Doch wie kann man Verstöße messen?

Das Handbuch des UNDP (United Nations Development Programme) “Advancing the human rights and inclusion of LGBTI people” (2022) zeigt, wie signifkant das Fehlen von Daten ist - somit auch die Dunkelziffer von Diskriminierungsfällen: “Due to data not being systematically collected in most countries […] it is not possible to estimate the number of unreported cases.”

Gegen fehlende Daten möchte UNDP mit seinem Inclusion Index (2019) vorgehen. Ein Set aus 51 Indikatoren für die Bereiche Gesundheit, Bildung, zivile und politische Teilhabe, wirtschaftliche Teilhabe, Sicherheit und Gewalt soll es politischen Entscheidungsträger*innen, Wissenschaftler*innen, Datenspezialist*innen und der Zivilgesellschaft ermöglichen, relevante Daten zu erheben.

Wie haben Staaten in den letzten Jahren laut OHCHR die Menschenrechte für LGBTI Personen gestärkt?

Hier nennt OHCHR (Office of the High Commissioner for Human Rights) unter anderem die (1) Entkriminalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, (2) Verabschiedung von Gesetzen zum Verbot von Diskriminierung, Bestrafung homophober, biphober und transphober Hassverbrechen, (3) die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, (4) die Gewährleistung, dass Transgender-Personen Identitätsdokumente erhalten können, (5) die Einführung von Schulungsprogrammen für Polizei, Gefängnispersonal, Lehrer*innen, Sozialarbeiter*innen und Betreuer*innen, um die LGBTI-Gemeinschaft besser betreuen zu können und (6) Anti-Mobbing-Initiativen in vielen Schulen.

SDGs, die LGBTQIA+ Inklusion besonders garantieren müssen:

  • Ziel 1: Armut in all ihren Formen und überall beenden.
  • Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
  • Ziel 4: Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.
  • Ziel 5: Gleichstellung der Geschlechter erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung ermächtigen.
  • Ziel 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern.

Um diese Inklusion zu garantieren, braucht es nicht nur eine neue Generation von Daten, sondern auch die aktive Partizipation von LGBTQIA+ Personen in dem Prozess der Inklusion sowie eine klare, inklusive Politik.

Was kannst Du tun?

Lesen, sprechen, hinterfragen und mitdenken! Beschäftige Dich näher mit dem Thema und spreche gezielt mit Personen aus der LGBTQIA+ Community in Deinem Umfeld. Denke darüber nach oder frage gezielt, was Personen brauchen, insbesondere in Hinsicht auf ihre Gesundheit, ihre Bedürfnisse, ihrem individuellen Empfinden von Integration und ihre Ressourcen. Wenn Du Wissenschaftler*in bist, beschäftige Dich akademisch mit dem Thema: führe Untersuchungen, Studien oder Analysen dazu durch.

Verfassende

Senem Berfin Kaya und Pooja Balasubramanian, IDOS

Tu Du's

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Besuche Kleider­tausch­börsen und Second Hand Shops.

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Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

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Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Kaufe regionale Produkte.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Repariere einen tropfenden Wasser­hahn oder un­dichten Spülkasten.

Engagiere dich für die Rechte von Mädchen und Frauen.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

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Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

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Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

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Gib Sprach- und Integrations­kurse.

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Gehe Blut spenden.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Achte beim Einkauf auf biolo­gisch und nach­haltig erzeugte Produkte.

Unterstütze Unternehmen, die auf Inklusion setzen.

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

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Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

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