Eine ambivalente Bilanz: 5 Jahre Agenda 2030

Im September 2015 wurde die Agenda 2030 – und damit die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – von den Vereinten Nationen beschlossen. Unter dem Titel „Transformation unserer Welt“ wurde der Rahmen für die nachhaltige Entwicklung der kommenden 15 Jahre verabschiedt. Fünf Jahre später, nach einem Drittel dieses Zeitraumes, zieht das Global Policy Forum in einem großen Bericht eine Zwischenbilanz. Das Fazit fällt ambivalent aus: Zwar bleibt der erhoffte Fortschritt im großen Stil oft aus; Schuldenkrisen, mangelnde Gesundheitsversorgung und der Klimawandel bedrohen die Lebensgrundlagen vieler Menschen und lassen die soziale Ungleichheit vielerorts wachsen. Die Corona-Pandemie verstärkt diese Entwicklung häufig noch. Andererseits wächst insbesondere auf kommunaler Ebene das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und zahlreiche zivilgesellschaftliche Gruppen werden immer aktiver und sichtbarer. Dutzende Städte und Gemeinden haben eigene Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt und Protestbewegungen wie Fridays for Future, Black Lives oder #MeToo greifen die Themen der Agenda 2030 direkt auf.

Der SDG-Report des Global Policy Forum arbeitet anhand von Zahlen, Fakten und Fallbeispielen Ziel für Ziel das bisher erreichte auf und zeigt, wo noch Handlungsbedarf besteht. Für die Autoren steht fest: ohne Engagement auf der lokalen Ebene und Initiativen aus der Zivilgesellschaft kann die Umsetzung der Agenda 2030 und das Erreichen der 17 Ziele nicht gelingen.

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von Engagement Global - #17Ziele

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