Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
Was beinhaltet Ziele 4?
- Bildungszugang für alle: Zugang zu qualitativ hochwertiger, inklusiver Bildung für alle, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Behinderung.
- Geschlechtergleichheit im Bildungswesen: Beseitigung von geschlechtsspezifischen Bildungsungleichheiten und Förderung der Teilhabe von Mädchen und Frauen in Bildungseinrichtungen.
- Lebenslangen Lernens: Menschen fördern, kontinuierlich neue Fähigkeiten zu erwerben und ihr Wissen zu erweitern.
Wie ist die Situation in Deutschland?
Bildung hat in der modernen Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Sie entscheidet maßgeblich über Lebenschancen und befähigt Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Der Bildungsstand einer Person ermöglicht den Zugang zu Wissen und Informationen. Mit einer höheren Bildung steigen die Chancen auf einen Job und damit auf ein gesichertes Einkommen.
In Deutschland herrscht ein hoher Bildungsstand in der Bevölkerung. So hatten 2023 27 Millionen Menschen die Fachhochschul- oderHochschulreife.1 Weniger gut sieht es bei der Chancengleichheit aus, denn in Deutschland hängt der Bildungserfolg oft vom Elternhaus ab. Während Kinder aus privilegierten Familien mehr Angebote frühkindlicher Förderung wahrnehmen, ist der Anteil bei Kindern mit Migrationshintergrund oder nichtdeutscher Familiensprache besonders gering. So entwickeln sich schon früh Unterschiede, die sich mit dem Schulstart verfestigen. Für gleichere Chancen würden mehr und günstigere Bildungs- und Betreuungsangebote sorgen, unter anderem bei den Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren hinkt Deutschland dem Bedarf hinterher.2
So lasst uns denn den Kampf aufnehmen gegen Analphabetismus, Armut und Terror und dazu unsere Bücher und Stifte in die Hand nehmen. Sie sind unsere wirksamsten Waffen. Ein Kind, ein Lehrer, ein Stift und ein Buch können die Welt verändern. Bildung ist die einzige Lösung. Bildung steht am Anfang von allem.
Malala Yousafzai, Kinderrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin
Die Vereinten Nationen attestieren den Menschen in reicheren Ländern außerdem einen Mangel an digitalen Kompetenzen: Zwar nutzen 90 Prozent das Internet, aber deutlich weniger haben die Kompetenzen es effektiv und sicher zu nutzen.3
Wie ist die Situation international?
Während die meisten Kinder und Jugendlichen in Deutschland jede Woche zur Schule gehen, haben weltweit rund 272 Millionen Kinder nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.4 Für die betroffenen Kinder bedeutet dies, dass sie nur über wenig Wissen verfügen und oft weder Lesen, Schreiben noch Rechnen lernen. Dadurch können sie später nur eine gering qualifizierte Arbeit ausüben und verdienen dadurch weniger. Das betrifft vor allem Kinder aus besonders armen Familien: Sie können sich Kosten für Unterricht und die Schulmaterialien häufig nicht leisten. Hinzu kommen weite Schulwege, die viel Zeit in Anspruch nehmen würden. Stattdessen gehen diese Kinder oft früh arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Das erschwert ihnen den Weg aus der Armut.
In vielen Regionen der Welt gehen inzwischen mehr Mädchen als Jungen zur Schule und mehr Mädchen erreichen einen Abschluss.5 Aber: In Afrika südlich der Sahara gibt es weiter große Nachteile für Mädchen, die unter anderem häufiger als Jungen keine weiterführende Schule abschließen. Dort verbessert sich die Situation nur halb so schnell, wie in Zentral- und Südasien – der einzigen anderen Region, wo Mädchen Jungen noch hinterherhinken.6
Weltweit hat die Corona-Pandemie mit ihren monatelangen Schulschließungen bestehende Ungleichheiten verschärft. Das trifft sozial benachteiligte Mädchen, die ein höheres Risiko haben als Jungen, nach einer Schulschließung die Schule ganz abzubrechen. Ein geringes Bildungsniveau ist dabei nicht nur für die betroffenen Menschen ein Problem, sondern auch für das Land als Ganzes. Wenn es in einem Land keine gebildeten und qualifizierten Fachkräfte gibt, kann es sich kaum weiterentwickeln und aus eigener Kraft nachhaltig wirtschaftlich wachsen.7
Podcast-Folge zu Ziel 4
Mehr Informationen:
Unterziele
Unterziel 4.1
Kostenlose Grund- und Sekundarschulbildung
Unterziel 4.2
Gleichberechtigter Zugang zu qualitativ hochwertiger frühkindlicher Bildung
Unterziel 4.3
Gleichberechtigter Zugang zu bezahlbarer fachlicher, beruflicher und tertiärer Bildung
Unterziel 4.4
Erhöhung der Anzahl von Personen mit relevanten Fähigkeiten für beruflichen Erfolg
Unterziel 4.5
Beseitigung aller Diskriminierungen im Bildungswesen
Unterziel 4.6
Allgemeine Alphabetisierung und Rechenfähigkeit
Unterziel 4.7
Bildung für nachhaltige Entwicklung und Weltbürgerschaft
Unterziel 4.A
Aufbau und Ausbau inklusiver und sicherer Schulen
Unterziel 4.B
Ausweitung von Hochschulstipendien für Entwicklungsländer
Unterziel 4.C
Erhöhung des Angebots an qualifizierten Lehrkräften in Entwicklungsländern
Unterziel 4.1
Kostenlose Grund- und Sekundarschulbildung
Unterziel 4.2
Gleichberechtigter Zugang zu qualitativ hochwertiger frühkindlicher Bildung
Unterziel 4.3
Gleichberechtigter Zugang zu bezahlbarer fachlicher, beruflicher und tertiärer Bildung
Unterziel 4.4
Erhöhung der Anzahl von Personen mit relevanten Fähigkeiten für beruflichen Erfolg
Unterziel 4.5
Beseitigung aller Diskriminierungen im Bildungswesen
Unterziel 4.6
Allgemeine Alphabetisierung und Rechenfähigkeit
Unterziel 4.7
Bildung für nachhaltige Entwicklung und Weltbürgerschaft
Unterziel 4.A
Aufbau und Ausbau inklusiver und sicherer Schulen
Unterziel 4.B
Ausweitung von Hochschulstipendien für Entwicklungsländer
Unterziel 4.C
Erhöhung des Angebots an qualifizierten Lehrkräften in Entwicklungsländern