Ist Klimaschutz wirklich ein „Verliererthema“?
Klimaschutz gilt in gesellschaftlichen Debatten oft als unbequem – genau hier setzt Pauline Brünger an und erklärt, dass konträre Interessen aufeinander prallen und hitzige Diskurse auslösen. Dann heißt es: fossile Energien weiter nutzen vs. den Klimawandel stoppen. In dieser "TU DU`s" Podcastfolge mit Moderatorin Katie Gallus macht Klimaaktivistin Pauline Brünger deutlich, warum wir Transformation nicht länger vertagen dürfen.
„Die 17 Ziele sind ein Versprechen.“ Für Pauline Brünger sind die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen nicht bloß abstrakte Politikpapiere sind, sondern eine Richtschnur für transformatives Handeln.
Klimapolitik im Spannungsfeld von Gerechtigkeit und Kosten
Schon als Grundschulkind verspürte Pauline Brünger ein starkes Gerechtigkeitsempfinden. Heute sieht sie die Klimapolitik in Deutschland mit gemischten Gefühlen: Instrumente wie die CO²-Bepreisung sind wichtig, aber oft ungerecht ausgestaltet. In der aktuellen Folge skizziert die Aktivistin, wie die Bepreisung umgesetzt werden kann, ohne dabei Ungerechtigkeiten für Menschen mit mittlerem Einkommen oder Privatpersonen aufzuwerfen.
Für die Fridays-for-Future-Aktivistin liegt die Lösung für steigende Preise und politische Blockaden nicht in der Verzögerung, sondern im aktiven Klimaschutz. Wer auf erneuerbare Energien setzt und eine gerechte Transformation gestaltet, senkt die Kosten, schafft Sicherheit und nimmt den Menschen ihre Ängste.
Klimaschutz = Generationengerechtigkeit
Brünger gehörte 2018 zu einer der ersten Aktivist*innen von Fridays for Future. Heute will die Bewegung mehr als nur protestieren – sie versteht sich als Richtungsweiser für Politik und Gesellschaft.
Pauline Brünger macht in diesem Gespräch deutlich: Lobbyinteressen müssen zurückstehen und gesellschaftliche Interessen vorgezogen werden, wenn es um die existenziellen Fragen der Zukunft und Generationengerechtigkeit geht.
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Foto Pauline Brünger: © Pauline Brünger
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Klimaschutz, fairer Handel, Flucht und Migration sind Themen, die uns alle angehen. Unser Lebensstil und unsere Art zu wirtschaften haben unmittelbare, globale Folgen. Daher haben sich die Vereinten Nationen (UN) 2015 zusammengetan und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ins Leben gerufen. Damit sollen Zivilbevölkerung, politische und wirtschaftliche Akteure zu nachhaltigem Handeln motiviert werden.
Die Bildungskampagne #17Ziele verknüpft die Kernbotschaften der Nachhaltigkeitsziele mit der Alltagswelt der Deutschen Zivilbevölkerung und inspiriert durch optimistische und positive Kommunikation zu sozialem, ökologischem und ökonomischen Engagement und Handeln.