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Digitale Gewalt ist längst mehr als Hate Speech. Sie umfasst unter anderem Bedrohungen, Cyberstalking, bildbasierte Gewalt, Deepfakes oder den Einsatz von Spyware.

In dieser Podcastfolge spricht Anna-Lena von Hodenberg, Gründerin von HateAid, mit Moderatorin Donya Farahani darüber, welche Folgen digitale Angriffe für Betroffene haben und warum die Auswirkungen oft unterschätzt werden. Denn digitale Gewalt hinterlässt zwar oft keine sichtbaren Verletzungen, kann aber schwere psychische und psychosomatische Folgen haben. Viele Betroffene ziehen sich aus sozialen Netzwerken, öffentlichen Debatten oder sogar aus ihrem beruflichen Umfeld zurück. Dieser sogenannte Verdrängungseffekt bedroht nicht nur einzelne Menschen, sondern auch die demokratische Teilhabe insgesamt.

HateAid: Hilfe für Betroffene und Veränderung im System

Als erste Beratungsstelle für digitale Gewalt in Deutschland unterstützt HateAid Menschen, die online angegriffen werden. Die Hilfe reicht von emotional stabilisierenden Erstgesprächen bis hin zu rechtlicher und finanzieller Unterstützung bei zivilrechtlichen Verfahren.

Gleichzeitig arbeitet die Organisation auf politischer Ebene daran, strukturelle Veränderungen anzustoßen. Denn digitale Gewalt ist kein Problem einzelner Personen, sondern betrifft bestimmte Gruppen besonders häufig: darunter Frauen, spezifische Berufsgruppen wie Journalist*innen, Politiker*innen oder gesellschaftlich engagierte Menschen. Die Folge zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Unterstützung aussehen kann und warum Prävention, Beratung und Rechtsdurchsetzung zusammengedacht werden müssen.

Deepfakes, Plattformen und Gesetzeslücken

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs sind die Herausforderungen der digitalen Gegenwart. Neue Technologien ermöglichen Formen von Gewalt, für die rechtliche Regelungen oft noch nicht ausreichend greifen. Insbesondere sexualisierte Deepfakes stellen Betroffene vor enorme Belastungen, während Strafverfolgung und Justiz vielerorts überlastet sind.

Zugleich diskutieren Anna-Lena von Hodenberg und Donya Farahani die Rolle großer Plattformen. Algorithmen belohnen häufig Inhalte, die polarisieren, emotionalisieren oder Empörung erzeugen. Dadurch werden Hass und Desinformation zusätzlich verstärkt. Umso wichtiger ist die Frage, welche Verantwortung Plattformbetreiber, Politik und Gesellschaft für sichere digitale Räume tragen.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen – auch online

Die Podcastfolge macht deutlich, dass digitale Gewalt kein Nischenthema ist. Sie berührt grundlegende Fragen von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Damit steht sie in direktem Zusammenhang mit dem Nachhaltigkeitsziel 16, das sich für friedliche Gesellschaften, den Zugang zu Recht und starke Institutionen einsetzt.

Digitale Räume sind heute ein zentraler Teil unseres öffentlichen Lebens. Wenn Menschen dort aus Angst vor Angriffen verstummen, verliert die Gesellschaft wichtige Stimmen. Die Folge zeigt deshalb nicht nur die Herausforderungen auf, sondern auch mögliche Wege, digitale Gewalt wirksam zu bekämpfen und das Netz zu einem Ort zu machen, an dem alle Menschen sicher teilhaben können.

Hört rein in eine Folge über Mut, Verantwortung und die Frage, wie wir das Internet zu einem Ort machen, an dem alle sicher sind.

Für mehr Inspiration und Anregungen, folge uns auf Instagram @17Ziele.de

Dieser Artikel wurde am 05. Juni veröffentlicht.

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Klimaschutz, fairer Handel, Flucht und Migration sind Themen, die uns alle angehen. Unser Lebensstil und unsere Art zu wirtschaften haben unmittelbare, globale Folgen. Daher haben sich die Vereinten Nationen (UN) 2015 zusammengetan und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ins Leben gerufen. Damit sollen Zivilbevölkerung, politische und wirtschaftliche Akteure zu nachhaltigem Handeln motiviert werden.

Die Bildungskampagne #17Ziele verknüpft die Kernbotschaften der Nachhaltigkeitsziele mit der Alltagswelt der Deutschen Zivilbevölkerung und inspiriert durch optimistische und positive Kommunikation zu sozialem, ökologischem und ökonomischen Engagement und Handeln.

Tu Du's

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

Nimm öfter das Fahrrad statt das Auto. Für deine Gesund­heit und das Klima.

Gehe Blut spenden.

Unterstütze eine öko­logische Land­wirt­schaft, sie schont die Böden.

Wechsel noch heute zu einem Öko­strom­anbieter.

Richte Nist­möglich­keiten für Vögel ein.

Werde Förder­mitglied bei Orga­nisa­tionen, die sich für die 17 Ziele einsetzen.

Setze dich für den barriere­freien Aus­bau von allen öffent­lichen Insti­tu­tionen ein.

Entscheide dich für Frei­willigen­arbeit, z.B. als Sprach­lehrerin oder Sprach­lehrer.

Organisiere und engagiere dich z.B. in Gewerk­schaften.

Hinter­frage Rollen­bilder und rege Dis­kus­sionen dazu in deinem Um­feld an.

Spende alte Fahrräder.

Nimm die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppen

Tritt für bessere Bezahlung von Pflege­kräften ein.

Informiere dich über Produk­tions­beding­ungen und ent­scheide dich für faire Unter­nehmen.

Informiere dich über deine Rechte und die von anderen.

Melde dich als freiwilliger Vorleser beim Netzwerk „Vorlesen".

Pflanze Bäume und Pflanzen, die die Luft filtern.

Kaufe nur Fisch­arten, die nicht durch Über­fischung bedroht sind.

Kaufe nur Lebens­mit­tel, die du auch auf­brau­chen kannst.

Erzähle jedem von den 17 Zielen.

Rette Lebens­mittel und beuge Lebens­mittel­ver­schwen­dung vor.

Kaufe weniger Produkte, die lange Liefer­wege oder Kühl­ketten haben.

Unterstütze Organi­sationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist.

Engagiere dich für die Rechte von Mädchen und Frauen.

Besuche Kleider­tausch­börsen und Second Hand Shops.

Iss öfter vegetarisch und redu­ziere deinen Fleisch­konsum.

Spare Strom, indem du den Stecker bei Produkten ziehst, die du nicht benutzt.

Biete deine Hilfe an, z.B. wenn du Ob­dach­lose bei Kälte siehst.

Gieße deine Pflanzen mit Regen­wasser.

Repariere einen tropfenden Wasser­hahn oder un­dichten Spülkasten.

Unterstütze Projekte, die sich gegen Genital­verstüm­melung einsetzen.

Nutze Splitt statt Streusalz, das ist gesünder für Pflanzen und Tiere.

Spende alte Lehrbücher oder Bücher.

Gehe wählen.

Nutze Einkaufs­rat­geber und verzichte auf Mikro­plastik.

Fahre mehr Bahn, so verur­sachst du weniger Smog und weniger Lärm.

Kaufe regionale Produkte.

Beteilige dich an Crowd­sourcing-Aktionen.

Gib Sprach- und Integrations­kurse.

Nutze Naturbäder statt chlor­gereinigte Schwimm­bäder.

Fordere öffentliche Insti­tu­tionen wie Uni­ver­sitä­ten und Bi­blio­the­ken auf, jedem einen Internet­zugang zu ermöglichen.

Führe einen Stromspar-Tag ein.

Hinter­frage deine Kon­sum­gewohn­heiten. Brauchst du dieses Produkt wirklich?

Kaufe Lebens­mittel für Be­dürf­tige, viele Super­märkte machen regel­mässige Aktionen.

Mache Druck bei Politikern.

Unterschreibe Petitionen, die nicht-nach­haltige Stadt­entwick­lungs­projekte stoppen.

Verzichte auf Plastik­tüten und nimm einen Stoff-Beutel mit zum Einkaufen.

Organisiere Stadt­entwicklungs­wettbewerbe.

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