Nachhaltig leben bedeutet nicht Verzicht, sondern mehr Freiheit“
- Anke Schmidt
Davon ist Anke Schmidt, auf Social Media bekannt als wasteless_hero, überzeugt. In dieser Podcastfolge spricht sie mit Moderatorin Donya Farahani darüber, wie nachhaltiger Konsum im Alltag, auch mit kleinem Budget, funktionieren kann. Im Fokus: Kleidung, Fast Fashion und die Frage, wie unsere Kaufentscheidungen mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zusammenhängen.
Anke zeigt, dass bewusster Konsum nicht kompliziert sein muss. Ihr ältestes Kleidungsstück ist 26 Jahre alt: ein Beispiel dafür, wie langlebige Nutzung Ressourcen schont und gleichzeitig den eigenen Stil stärkt.
Nachhaltige Kleidung für jedes Budget
Wie können wir nachhaltig shoppen, ohne mehr Geld auszugeben? Die Antwort liegt oft näher als gedacht:
Secondhand, Kleidertausch und bewusste Kaufentscheidungen sind zentrale Hebel für nachhaltige Mode.
Anke betont, dass Konsument*innen echte Entscheidungsmacht haben und veranschaulicht, dass nachhaltige Alternativen längst im mittleren Preissegment angekommen sind. Gleichzeitig wirft sie einen kritischen Blick auf die Modeindustrie: Mülldeponien voller Altkleider, fehlende Recyclinglösungen und Greenwashing zeigen, dass es strukturelle Probleme gibt. Warum auch vermeintlich nachhaltige Optionen wie recycelte Kleidung sind nicht immer die beste Lösung, erfahrt ihr in der aktuellen Folge.
Labels, Siegel & Produktionsbedingungen
„Made in Italy“ oder „Made in Bangladesh“ sagt wenig über die tatsächlichen Produktionsbedingungen aus. Entscheidend ist, ob Unternehmen Verantwortung übernehmen und Standards einhalten. Anke Schmidt plädiert in dieser „Tu Du’s: 17 Ziele für eine bessere Welt“ Podcastfolge dafür, Siegel und Labels kritisch zu hinterfragen, sich zu informieren und bewusste Entscheidungen zu treffen.
Nachhaltig produzierte Kleidung vereint dabei mehrere Aspekte: Umweltschutz, faire Arbeitsbedingungen und die eigene Gesundheit. Besonders wichtig ist ihr auch die Weitergabe dieses Wissens. Etwa im Gespräch mit Kindern, um früh ein Bewusstsein für Konsum und Verantwortung zu schaffen.
Nachhaltigkeit ist egoistisch?
Das ist ein zentrales Learning der Folge. Wer bewusster konsumiert, spart Geld, Zeit und Energie und löst sich von äußeren Erwartungen. Statt ständig Neues zu kaufen, rückt die Frage in den Fokus: Warum brauche ich das eigentlich?
Gleichzeitig macht Anke klar: Individuelles Handeln allein reicht nicht. Es braucht politische Rahmenbedingungen und strengere Regularien, um die Modeindustrie nachhaltiger zu gestalten. Die 17 Ziele zeigen dabei, dass nachhaltiger Konsum immer Teil eines größeren Ganzen ist und, dass globale Veränderungen bei unseren alltäglichen Entscheidungen beginnen.
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Klimaschutz, fairer Handel, Flucht und Migration sind Themen, die uns alle angehen. Unser Lebensstil und unsere Art zu wirtschaften haben unmittelbare, globale Folgen. Daher haben sich die Vereinten Nationen (UN) 2015 zusammengetan und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ins Leben gerufen. Damit sollen Zivilbevölkerung, politische und wirtschaftliche Akteure zu nachhaltigem Handeln motiviert werden.
Die Bildungskampagne #17Ziele verknüpft die Kernbotschaften der Nachhaltigkeitsziele mit der Alltagswelt der Deutschen Zivilbevölkerung und inspiriert durch optimistische und positive Kommunikation zu sozialem, ökologischem und ökonomischen Engagement und Handeln.